49. Wissenschaftliche Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft e.V.

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Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich lade Sie herzlich zur Myk2015 – der 49. Wissenschaftlichen Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft vom 16.-19.9.2015 nach Jena ein!

Wie jedes Jahr soll diese Tagung interessante und neue Informationen zum gesamten Spektrum der Mykologie im deutschsprachigen Raum bündeln. Zum ersten Mal in der Geschichte der DMykG findet die Myk zusammen mit der wissenschaftlichen Tagung eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungs- bereichs statt. Der SFB/Transregio „FungiNet – Pathogene Pilze und ihr menschlicher Wirt: Netzwerke der Interaktion“ ist der erste SFB, der sich ausschließlich mit pathogenen Pilzen beschäftigt. Gemeinsames Ziel der Partner aus Jena und Würzburg ist es, die komplexen Mechanismen der Pilzinfektionen in einem systembiologischen Ansatz zu verstehen. Die gemeinsame Veranstaltung bietet die Möglichkeit, international führende Forscher und Kliniker im Bereich der Mykologie im Rahmen der Myk zu treffen und einen Einblick in aktuelle Forschung zu gewinnen: Neue bildgebende Verfahren eröffnen ungeahnte Einblicke in die Interaktion zwischen Pilzen und dem Wirt, mathematische Verfahren bieten neue Möglichkeiten diese Interaktionen zu verstehen und die immunologische Grundlagenforschung steht an der Schwelle zum Einsatz in der Klinik. All diese Themen werden auf unserer Myk präsent sein.

Gleichzeitig werden wir versuchen, trotz dieses internationalen Flairs die bewährte Plattform für den Austausch zwischen Mykologinnen und Mykologen im deutschsprachigen Raum zu bieten. Wie in vergangenen Jahren auch wird es einen Mikroskopiekurs geben, der erstmals vom Nationalen Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen NRZMyk organisiert wird. Zudem werden mit Hilfe eines TED Systems klinische Fälle interaktiv präsentiert und diskutiert – jeder Kongressteilnehmer kann so selbst prüfen wie er oder sie entschieden hätte. Auch andere Programmpunkte legen Wert auf interaktive Veranstaltungsformate.

Dieser Kongress ist also auch ein Experiment. Der Versuch der Öffnung und Internationalisierung des Programms mit der gezielten Einbindung englischsprachiger Sitzungen und internationaler Sprecher – ohne dabei die Möglichkeit aufzugeben, in unserer Muttersprache fachliche Diskussionen führen zu können – trägt der unaufhaltsamen Internationalisierung unseres Fachgebiets Rechnung. Sowohl die mykologische Grundlagenforschung als auch die klinische Forschung lebt heute von internationaler Kooperation. Dem kann sich auch eine der wichtigsten nationalen Fachtagungen wie die Myk nicht verschließen. Ich möchte Sie gerne im Namen des gesamten Organisationsteams einladen: Lassen Sie sich auf das Experiment ein und freuen Sie sich auf die ganz unterschiedlichen mykologischen Facetten, die das Programm 2015 bietet!

Ich freue mich darauf, Sie in Jena zu treffen,

Prof. OIiver Kurzai
Tagungsleiter


Unser detailliertes Programm zur Tagung finden Sie hier.

Schwerpunktthemen
Pilze & Umwelt
Genomanalyse & Virulenzdeterminanten
Systembiologie der Pilz-Wirt-Interaktion
Toleranz – Inflammation – Immuntherapie
Taxonomie & Diagnostik
Pilzinfektionen in der Klinik
Antimykotische Therapie und Resistenz

Eingeladene Referenten
Gordon Brown (Aberdeen/GB)
Scott Filler (Torrance/US)
Reinhard Fischer (Karlsruhe/DE)
Neil Gow (Aberdeen/GB)
Andreas Groll (Münster/DE)
Matthias Gunzer (Essen/DE)
Edda Klipp (Berlin/DE)
Frans Klis (Amsterdam/NL)
Karl Kuchler (Wien/AT)
Ulrich Kück (Bochum/DE)
Cornelia Lass-Flörl (Innsbruck)
Jean-Paul Latgé (Paris/FR)
Michael Lorenz (Houston/US)
Robin May (Birmingham/GB)
Wouter Meersseman (Leuven/BE)
Fritz Mühlschlegel (Canterbury/GB)
Julian Naglik (London/GB)
Mihai Netea (Nijmegen/NL)
Jessica Quintin (Paris/FR)
Tom Rogers (Dublin/IE)
Luigina Romani (Perugia/IT)
Dominique Sanglard (Lausanne/CH)
Martin Schaller (Tübingen/DE)
Frank van de Veerdonk (Nijmegen/NL)
und viele andere…

Mikroskopiekurs
Der Mikroskopie-Kurs der Myk2015 konzentriert sich dieses Jahr auf die Gattungen Aspergillus und Fusarium. Die Gattung Aspergillus beherbergt die wichtigsten Erreger invasiver Mykosen unter den filamentösen Pilzen. In den letzten Jahren wurden im Zuge der molekular-phylogenetischen Bearbeitung der Gattung zahlreiche neue Arten beschrieben. Der Kurs bietet eine Einführung in die klinisch relevanten Sektionen der Gattung mit ihren charakteristischen Makro- und Mikromerkmalen. Neben den aus medizinischer Sicht bedeutendsten Vertretern der Sektionen werden auch seltenere und vergleichsweise neue Arten wie Aspergillus lentulus oder A. calidoustus vorgestellt.

Fusarium-Arten können bei immunsupprimierten Patienten invasive Mykosen hervorrufen, verursachen aber auch beim gesunden Menschen Nagel-, Haut- und Augeninfektionen, die durch die intrinsische Resistenz dieser Gattung gegenüber den meisten Antimykotika besonders schwer zu behandeln sind. Auch die Fusarium-Taxonomie befindet sich im Fluss. Besonders im Fusarium solani-Komplex wurden in den letzten Jahren neue, medizinisch interessante Arten beschrieben. Der Kurs führt in die fünf klinisch bedeutsamsten Artenkomplexe der Gattung am Beispiel wichtiger Vertreter ein und berücksichtigt auch neue Arten wie Fusarium keratoplasticum und F. petroliphilum. Alle Kursteilnehmer erhalten ein Handbuch mit Beschreibungen der behandelten Arten und Schlüsseln zu den klinisch relevanten Arten der Gattungen Aspergillus und Fusarium.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.

Der Mikroskopierkurs ist ausgebucht!

Tagungsorganisation:

Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Martin Singer

Telefon +49 3641 3116-310
Telefax +49 3641 3116-243
martin.singer@conventus.de
www.conventus.de

Weitere Informationen unter:
www.dmykg-kongress.de