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Kongressbericht 17th Congress of the International Society for Human and Animal Mycology (ISHAM)

25.-29. Mai 2009 in Tokyo, Japan

Von Dagmar Rimek, Bad Langensalza und Reinhard Kappe, Nordhausen

Der diesjährige ISHAM-Kongress fand im Keio Plaza Hotel in Shinjuku, dem lebhaften Business-District von Tokyo, statt. Insgesamt 922 Teilnehmer aus 53 Ländern trafen sich zum wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch unter dem Motto „Medical Mycology in the 21st Century: Scientific Base and anticipated Challenges“.
Das umfangreiche Vortragsprogramm wurde am Montag, dem 25. Mai, nachmittags mit drei Übersichtsvorträgen eröffnet. S. de Hoog, Niederlande, amtierender ISHAM-Präsident, sprach über Schwärzepilze der Ordnungen Chaetothyriales („schwarze Hefen“) und Microascales sowie ihre Pathogenität. K.J. Kwon-Chung, USA referierte über die intrinsische Heteroresistenz von Cryptococcus neoformans gegenüber Azolen. Schließlich gab D. Ellis, Australien, designierter ISHAM-Präsident, einen Überblick über die Entwicklungen in der medizinischen Mykologie, den er als „Tanz mit Pilzen“ bezeichnete. Die Vortragssitzungen gliederten sich in Plenarsitzungen mit Keynote Lectures, sowie ISHAM Working Group Meetings und Sitzungen zu bestimmten Themengruppen in jeweils 6-7 parallelen Veranstaltungen. Darüber hinaus wurden 450 Poster gezeigt.


Die Posterausstellung fand im 42. und 43. Stock des Tagungshotels statt, so dass neben wissenschaftlicher Diskussion auch ein atemberaubender Ausblick auf Tokyo zum Besuch lockte.Ausgewählte Poster-Autoren hatten die Möglichkeit ihre Ergebnisse zusätzlich in Form eines Kurzvortrags in einem speziellen Posterforum zu präsentieren. Hierfür wurde die vorgegebene Sitzungszeit leider meist nicht komplett genutzt, da für den vorgegebenen Zeitrahmen von 90 Minuten generell zu wenig Präsentationen (bis maximal 7 Vorträge zu je 8 Minuten) ausgewählt wurden. Hier hätte durchaus die Möglichkeit bestanden, mündliche Präsentationen weiterer Posterautoren zuzulassen. Das Programm in Japan endete am Freitagmittag, dem 29 Mai. Anschließend fand am 30. und 31. Mai ein Satelliten Symposium in Peking, China statt, zu dem sich noch ca. 280 Teilnehmer trafen.

Aufgrund der Vielzahl von parallelen Sitzungen kann im Folgenden nur ein kleiner Ausschnitt von Vorträgen vorgestellt werden.

In der Working Group Sitzung zum Thema Rhinosinusitis, wies A. Chakrabarti (Chandigarh, Indien) auf Kontroversen bei der Definition der chronischen Rhinosinusitis (CRS) und die Rolle, die Pilze dabei spielen, hin. Das am meisten akzeptierte System teilt die fungale Rhinosinusitis (FRS) anhand der Histopathologie in invasive und nicht-invasive Formen ein. Zu den invasiven Formen gehören a) die akute, b) die granulomatöse, c) die chronische. Zu den nicht-invasiven Formen zählen d) die lokale Pilz-Besiedlung, e) der Pilzball, f) die eosinophile / allergische FRS.

Aufgrund der derzeitig uneinheitlichen Definitionen und Bezeichnungen der fungalen Rhinosinusitis bestand die Notwendigkeit eines Konsensus. D.W. Denning (Manchester, Großbritannien) berichtete über die Übereinkünfte, die im Rahmen der ISHAM Working Group über die Nomenklatur bei der Rhinosinusitis erzielt wurden: Rhinosinusitis statt „Sinusitis“ sollte verwendet werden; Akute invasive fungale Rhinosinusitis und nicht „fulminante“ oder „nekrotisierende“ bezeichnet eine Erkrankung <4 Wochen bei immunsupprimierten Patienten; für die lokal invasive Erkrankung über mindestens 3 Monate werden je nach Pathologie die Bezeichnungen Chronisch invasive Rhinosinusitis oder Granulomatöse Rhinosinusitis verwendet; Pilzball des Sinus wird der Bezeichnung „Myzetom“ oder „Aspergillom“ vorgezogen; eine endoskopisch sichtbare, lokale, nicht-invasive Infektion sollte als Pilzkolonisation der nasalen oder paranasalen Mukosa bezeichnet werden; die Bezeichnungen „Allergische FRS“ (AFRS) und „Eosinophile FRS“ (EFRS) sind unpräzise und benötigen eine bessere Definition.
Um Pilze als Auslöser einer allergischen Erkrankung festzustellen, ist ein mikroskopischer Nachweis von Hyphen im eosinophilen Mukus notwendig, welcher oftmals in der Histopathologie schwierig ist. W. Buzina (Graz, Österreich) referierte über die speziellen Möglichkeiten der färberischen Darstellung von Pilzen in histologischen Präparaten. Neben den üblicherweise verwendeten Färbungen wie Versilberung oder PAS-Farbung, können auch immun-histologische Verfahren angewandt werden.
J. Ponikau (Buffalo, USA) berichtete über die immunologischen Reaktionen bei der chronischen Rhinosinusitis (CRS). Obwohl alle Menschen im oberen Respirationstrakt ständig Pilzsporen ausgesetzt sind, produzierten nur die Immunzellen von CRS-Patienten nach Stimulation mit Alternaria Sporen die Zytokine IL-13 und IL-5, welche essentiell für die Einwanderung und Aktivierung der Eosinophilen sind. Diese Immunreaktion war unabhängig von einer IgE-vermittelten Allergie. In histologischen Präparaten bei CRS konnte gezeigt werden, dass die Eosinophilen in den Mukus einwandern und ihr Major Basic Protein (MBP) freisetzen. Dieses zerstört sowohl extramukosale Pilze als auch die Schleimhaut und führt damit zur CRS. MBP kann als diagnostischer Marker eingesetzt werden zur Erkennung von Patienten, bei denen die CRS durch Pilze ausgelöst wird und die daher von einer antimykotischen Therapie profitieren. Schließlich wurde gezeigt, dass nur Alternaria spp. eine hitzelabile Zellfraktion von ca. 60 KDa aufweisen, die eine Degranulation von Eosinophilen induziert.

In einer Sitzung zur Standardisierung der Aspergillus PCR berichteten P.L. White, R.A. Barnes (beide Cardiff, Großbritannien) und P. Donnelly (Nijmegen, Niederlande) über den aktuellen Stand. Im September 2006 wurde unter der Schirmherrschaft der ISHAM eine europäische Labor-Initiative zur Aspergillus PCR (EAPCRI) gegründet. Ihr gehören 23 Zentren in Europa und eines in Australien an. Ziel ist die methodische Standardisierung der Aspergillus PCR aus Blutproben, einschließlich DNA-Extraktions-Protokoll, PCR-Assay und notwendigen Kontrollen. Bisher wurden fünf Serien von Aspergillus DNA-Proben und mit Aspergillus Konidien gespikte EDTA-Blutproben an die teilnehmenden Zentren versandt. Dabei erzielten die Labore insbesondere im Hinblick auf die Sensitivität teilweise sehr unterschiedliche Ergebnisse. Die Einzelresultate wurden analysiert und statistisch ausgewertet. Sie dienen als Grundlage für Empfehlungen in Bezug auf Blutvolumen, Extraktionsprotokoll, Primerwahl, Wahl interner Kontrollen und Antikoagulantien. Ziel der Standardisierung ist die Bestimmung des Stellenwerts der PCR bei der Diagnostik der invasiven Aspergillose und die Übernahme in zukünftige Definitionskriterien.

Dass auch Amphotericin B durchaus noch einen Stellenwert bei der Behandlung invasiver Schimmelpilzmykosen hat, legte D.W. Denning (Manchester, Großbritannien) dar. Indikationen für eine Amphotericin B (inkl. liposomale Form) Therapie sind nach seiner Ansicht: Zygomykose; azol-resistente Aspergillose; Azol-Durchbruch-Infektionen inkl. Azol-Prophylaxe; wesentliche Arzneimittelinteraktionen (z.B. Rifampicin, Carbamazepin); invasive Aspergillose, die auf Azole oder Echinocandine nicht anspricht; seltene Pilzinfektionen, die auf eine andere Therapie nicht ansprechen.
Einen Überblick über die Resistenzentwicklung gegenüber Echinocandinen gab D.S. Perlin (Newark, USA). Die drei Substanzen Caspofungin, Micafungin und Anidulafungin inhibieren >99% der klinischen Hefe-Isolate bei einer MHK von ≤ 2 mg/L (CLSI breakpoint). Erhöhte MHK-Werte bis zum Breakpoint kommen vor. In diesen Fällen besteht keine gesicherte Korrelation zwischen MHK-Erhöhung und klinischem Therapieerfolg. Die Entwicklung einer echten Resistenz eines Stammes gegenüber den Echinocandinen geht mit einer Aminosäuresubstitution in der Fks Untereinheit der Glucan-Synthase einher. Die Untersuchung von mehr als 100 C. albicans und C. glabrata Stämmen von Patienten mit Versagen einer Echinocandin-Therapie ergab, dass für Stämme mit einer Fks-Mutation der CLSI breakpoint von 2 mg/L für Caspofungin angemessen ist. Für die anderen beiden Substanzen seien jedoch niedrigere Breakpoints besser: für Micafungin 0,25 mg/L, für Anidulafungin 0,25 mg/L für C. albicans und 1 mg/L für C. glabrata.
K.A. Marr (Baltimore, USA) berichtete, wie die Suche nach immunologischen Risikofaktoren die Strategie zur Prävention invasiver Mykosen verbessern kann. Sie stellte dabei die Probleme einer antimykotischen Prophylaxe bei immunsupprimierten Patienten dar. In den letzten Jahren ist es durch frühzeitigen Antimykotika-Einsatz zu einer Reduktion der Candida- und Aspergillus-Infektionen bei Risikogruppen gekommen. Durch diesen Therapieansatz ergeben sich jedoch Probleme, insbesondere durch Nebenwirkungen und Therapieversagen aufgrund der Toxizität von Antimykotika und von Medikamenten-Interaktionen. Durch die insgesamt doch niedrige Inzidenz der Pilzinfektionen erhält zudem ein Großteil dieser schwerkranken Patienten unnötigerweise Medikamente verabreicht. Es ist daher notwendig, die Patientengruppen mit dem höchsten Risiko für Pilzinfektionen herauszufinden. Dazu tragen Untersuchungen bei, die die Störungen des Immunsystems, die zur Entwicklung einer invasiven Mykose führen, genauer definieren. Diese Erkenntnisse können in Zukunft in Präventions-Strategien eingebunden werden.

Die Synthese, Immunität und Stressadaptation der Zellwand von Candida war das Thema einer weiteren Keynote Lecture von N.A.R. Gow (Aberdeen, Großbritannien). Obwohl der Aufbau aus den Chitin-Glukan-Innenschichten und den äußeren glykosilierten Mannoproteinen der Zellwand Robustheit verleiht, ist sie doch eine dynamische Organelle. Die Zusammensetzung der Zellwand kann unter Stressbedingungen variiert werden. So induzieren z.B. Echinocandine durch die Hemmung der Glukansynthese eine protektive Antwort der Hefezelle, die dazu führt, dass der Chitin-Gehalt kompensatorisch erhöht wird. Dies kann die Effektivität der Echinocandine bei einer Reihe von Candida Arten beeinträchtigen. Unter Stressbedingungen können darüber hinaus verschiedene Formen von Septen gebildet werden, so dass eine Zellteilung weiterhin möglich ist. Candida Zellen mit einem hohen Chitin-Gehalt in der Zellwand werden außerdem vom Immunsystem eines Wirtes schlechter erkannt. Folglich erschwert die dynamische Zusammensetzung der Candida-Zellwand die immunologische Erkennung und die klinische Intervention.

Über einen genetischen Vergleich von C. albicans und C. dubliniensis berichtete D.C. Coleman (Dublin, Irland). Beide Arten sind eng verwandt und besitzen ähnliche phänotypische Eigenschaften. Anhand von epidemiologischen Daten und Infektionsmodellen hat sich jedoch gezeigt, dass C. dubliniensis signifikant weniger pathogen ist als C. albicans. Multilocus sequence typing (MLST) ergab, dass die Populationsstruktur von C. dubliniensis weniger divergent ist. Die Stämme lassen sich in drei Clades einteilen, von denen Clade 1 beim Menschen der häufigste ist. Interessanterweise fand Coleman C. dubliniensis-Stämme kürzlich auch im Vogelkot von Möwen, was ein neues Umwelt-Reservoir anzeigen könnte. Die vor kurzem beendete vollständige Sequenzierung des Genoms von C. dubliniensis zeigte die enge Verwandschaft zu C. albicans. Sie erbrachte aber auch entscheidende Unterschiede zwischen den beiden Arten in Genen, die mit der Pathogenität assoziiert wurden, wie die SAP und ALS Genfamilie. Auch eine unterschiedliche Expression spezifischer Gene scheint zum Unterschied beider Spezies beizutragen.

Aus der Veterinärmedizin stellte I.F. Salkin (New York, USA) den „Weisse Nasen Pilz“ bei Fledermäusen vor. In Höhlen überwinternde Fledermäuse senken ihre Körpertemperatur auf die Umgebungstemperatur von ca. 3 – 5 °C. In den Jahren 2006 und 2007 fiel in New York eine hohe Todesrate überwinternder Fledermäuse auf. Diese waren vor allem an der Nase mit einem weißen Pilzüberzug bedeckt. Untersuchungen ergaben, dass es sich bei diesem Pilz um eine neue Geomyces Art handelt. Die Histopathologie zeigte, dass der Pilz die Fledermäuse nur oberflächlich besiedelte und zu keiner Infektion führte. Daher kann er auch nicht den Tod dieser Tiere verursacht haben. Die hohe Todesrate lässt sich am ehesten mit Nahrungsmangel bei frühzeitigerem Erwachen der Fledermäuse erklären. Inwieweit z.B. klimatische Veränderungen zur Besiedlung der Tiere mit dem Pilz beitragen könnten, muss noch geklärt werden.

Interessant und ein Blick über die eigentliche Mykologie hinaus war die Special Lecture von A. Endo (Tokyo, Japan), der über die Geburt der Statine berichtete. Hierbei handelt es sich um Substanzen, die die Cholesterol-Biosynthese hemmen. Die erste Substanz, das Compactin, wurde von Endo und Mitarbeitern in den 1970er Jahren aus Penicillium citrinum gewonnen. Mittlerweile sind 7 Statine weltweit zugelassen und werden millionenfach zur Senkung des Cholesterin Blutspiegels eingesetzt. Prof. Endo hat für seine Entdeckung diverse nationale und internationale Ehrungen und Preise erhalten.


Zu Beginn des Kongresses wurden 3 verdiente ehemalige ISHAM-Präsidenten sowie die Tagungsleiter der letzten fünf ISHAM-Kongresse mit dem JSMM (Japanese Society for Medical Mycology) Award vom Tagungsleiter, Prof. Ogawa, geehrt.


Im Rahmen des Gala Dinners am Donnerstagabend wurden 12 ISHAM-Posterpreise an die präsentierenden Autoren verliehen. T. Walsh und J. Sobel, beide USA, wurde für ihre wissenschaftlichen Verdienste die Lucille-George Medaille der ISHAM verliehen.
Der neue ISHAM-Präsident ist David Ellis aus Adelaide, Australien, zum President-elect wurde Neil Gow, Aberdeen, Großbritannien gewählt. Als Schatzmeister wurde Gerhard Haase, Aachen bestätigt. Bernhard Hube, Jena wurde zu einem der Vize-Präsidenten gewählt.

Der nächste ISHAM-Kongress wird vom 10.-14. Juni 2012 in Berlin stattfinden.

Die eigenen Poster waren:

PP-04-27   D. Rimek, R. Kappe: Prevalence, phenotypic identification, and antimycotic susceptibility of Candida dubliniensis from fecal samples in Thuringia/Germany
Dieses Poster wurde zusätzlich in einem Kurzvortrag im Posterforum PF-05 vorgestellt.
PP-07-34   R. Kappe, A. Gorges, D. Rimek: Retrospective analysis of diagnosis, management, and outcome of candidemia in non-neutropenic patients.


Beeindruckend war die ausgezeichnete, personalintensive Organisation des Kongresses, die von der Freundlichkeit, Emsigkeit und Pünktlichkeit der japanischen Gastgeber geprägt war. Bei einigen Kurzreisen nach Kongressende konnten wir die typische Mischung aus Tradition und Moderne, die Japan ausmacht, kennen lernen. Dazu gehörte ein Besuch des Tosho-Gu Schreins in Nikko nördlich von Tokyo, der zum Weltkulturerbe gehört, ebenso wie das Reisen im schnellen Shinkansen Zug.



Legenden der Abbildungen

Abbildung 1: Shinjuku, der Business-District von Tokyo mit Hochhäusern und Leuchtreklame

Abbildung 2: Blick vom Rathaus in Shinjuku nach Südosten über Tokyo; im Vordergrund Shinjuku, dahinter der Meiji-Park mit dem Meiji-Schrein

Abbildung 3: Ehrung verdienter ISHAM-Mitglieder zu Beginn des Kongresses; von links nach rechts die Professoren Harukuni Urabe, Japan; Frank Odds, Großbritannien; David Ellis, Australien; Johannes Müller, Deutschland; Luciano Polonelli, Italien; Ricardo Negroni, Argentinien; Michael Rinaldi, USA; David Warnock, USA; Bertrand Dupont, Frankreich.

Abbildung 4: Verleihung von 12 Posterpreisen im Rahmen des ISHAM Gala-Dinners am 28.05.2009

Abbildung 5: Tosho-Gu Schrein in Nikko, Weltkulturerbe nördlich von Tokyo

Abbildung 6: Einer der schnellen Shinkansen-Züge


Korrespondierender Autor

PD Dr. Dagmar Rimek
Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz
Dezernat 33
Bakteriologie, Mykologie, Parasitologie
Tennstedter Str. 8/9
99947 Bad Langensalza
Tel.: 0361/37-743330, Fax: 0361/37-743033
Email: dagmar.rimek@tllv.thueringen.de

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